Am 8.Mai kam die überfallartige Ankündigung: 1300 Stellen sollen „möglichst“ ohne Kündigungen „sozialverträglich“ vernichtet werden. Auf der vorhergehenden Betriebsversammlung kein Wort davon. Was soll daran „sozialverträglich“ sein, wenn bis zu 1300 Familien die Existenzgrundlage genommen wird und die Arbeitsplätze für die Jugend weg sind?
Trotz „solidem Geschäftsergebnis“ will die Festo-Konzernleitung ihre Profitoffensive voll durchziehen. Dabei geht es nicht etwa um Verluste, sondern vor allem darum: In allen Geschäftsfeldern die Nr.1 auf dem Weltmarkt zu sein! Bei dem gegenseitigen weltweiten Vernichtungskampf der Konzerne reicht ihnen heutzutage der Maximalprofit alleine nicht mehr aus. Es geht darum, den Weltmarkt zu beherrschen. Dafür werden sogar Kriege angezettelt. Das lässt sich nicht mehr zurückdrehen. Im ganzen Krisenmodus des Kapitalismus wird die Ausbeutung von Mensch und Natur aufs Äußerste hochgeschraubt. Es kann historisch nur noch vorwärts gehen – zur einer grundsätzlichen Gesellschaftsveränderung, zur revolutionären Überwindung des Kapitalismus durch eine weltweite sozialistische Gesellschaftordnung!
Die Kolleginnen und Kolleginnen in Scharnhausen und Berkheim und natürlich auch in Rohrbach sind jetzt herausgefordert gemeinsam und entschlossen um jeden Arbeits- und Ausbildungsplatz zu kämpfen. Schon haben sich eine Reihe IG Metall-Betriebsratsvorsitzende aus dem Landkreis öffentlich solidarisiert und zum Kampf aufgerufen. Denn die Arbeitsplatzvernichtung betrifft ja nicht nur Festo, siehe Bosch, siehe Pilz und TK Elevators. Kein Kampf darf alleine stehen. Die Arbeiter müssen in die Offensive kommen, auch durch vorwärtstreibende Forderungen wie die nach der 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich.
Schädlich ist dagegen, wenn Festo-Betriebsräte jetzt ankündigen, den Abbau „auf Augenhöhe“ zu „begleiten“. Wo soll denn da die „Augenhöhe“ sein, wenn die Konzernleitung ihre Maßnahmen knallhart durchzieht? Verzicht und „Co-Management“ hat noch nie Arbeitsplätze gerettet.

Jeder macht sich erstmal selber Sorgen und ist geschockt. Aber es hilft ja nicht, nur zu hoffen, dass es einen nicht betrifft. Das sind wir auch der Jugend schuldig. Jetzt kommt es darauf an, die IG Metall zu stärken und konkrete Kampfschritte zu überlegen. Letztlich wird nur Streik helfen. Wer kämpft, bekommt Solidarität. Das wird die MLPD nach Kräften unterstützen.
Die Abbaupläne müssen vom Tisch!
Erhalt aller Arbeits- und Ausbildungsplätze bei Festo!
Zur SOLIDARITÄTSERKLÄRUNG der MLPD Esslingen