Aus RF-NEWS vom 29.11.25:
Insgesamt etwa 50 000 Antifaschistinnen und Antifaschisten waren in Gießen auf der Straße gegen die Gründung der neuen Jugendorganisation der faschistischen AfD. Das war ein wichtiger Erfolg gegen Diffamierung und Kriminalisierung des Protests. Der Grundgedanke des Aktionsbündnisses „widersetzen“ ist voll aufgegangen. …
Die Stärke von „widersetzen“ ist die ‚Einheit in der Vielfalt‘. Es soll sich jeder erkennbar in das Bündnis einbringen: Jeder soll seine Flaggen und Symbole mitbringen als Ausdruck der Bündnisbreite, ohne zu dominieren. Das zeigt die Breite des Widerstands, und ist attraktiv, weil es zeigt, dass sich so viele verschiedene Menschen in dieser wichtigen Frage des Kampfs gegen den Faschismus einig sind. Das Konzept fordert berechtigt von allen eine gleichberechtigte Zusammenarbeit, jenseits von Sektierertum oder antikommunistischen Scheuklappen. …
Unterstützung der Bevölkerung
Im Unterschied zu Riesa trug die Gießener Bevölkerung den Protest weitgehend mit, half den Demonstranten, beteiligte sich tausendfach und hängte antifaschistische Transparente aus ihren Fenstern. Die Gespräche mit den Leuten bestätigten das: 80 Prozent der Gießenerinnen und Gießener fanden super, dass wir hier sind und sozusagen die Schande von der Stadt nehmen, dass diese faschistische Versammlung hier stattfinden konnte. Das war aber auch so, weil „widersetzen“ aus Riesa lernte und dieses Mal vor der Demonstration eine Kleinarbeit in der Stadt gemacht hatte, sodass es Polizei und Staat nicht gelang, die Bevölkerung gegen den Protest aufzubringen.
Neue Qualität der faschistischen Gefahr
Attackiert wurde eine neue Qualität der akuten faschistischen Gefahr. Die AfD konzentriert sich besonders auf Betriebe – mit ihrem faschistischen „Zentrum Automobil“ – und die Jugend. Mit dem modernen Faschismus der neuen AfD-Jugend will sie ihren Einfluss unter der Jugend erheblich ausbauen. …
Gleichzeitig erreichte die Faschisierung des Staatsapparats eine neue Qualität. Das hat es weder in Essen noch in Riesa bei den Anti-AfD-Protesten gegeben, dass die Polizei ein weiträumiges Demonstrationsverbot verhängt – was die Gerichte auch noch unterstützten. Der Staatsapparat schützte die Faschisten offen und dafür wurden auch elementarste Rechte wie das Demonstrations- und Versammlungsrecht und damit auch das Recht auf Meinungsäußerung und freie Bewegung teils aufgehoben. Die Polizei hat die Demonstranten fortgesetzt schikaniert, mit Wasserwerfern, Schlagstöcken und Pfefferspray provoziert und attackiert. …
„Einige Demonstranten griffen Polizisten an“ (Tagesschau vom 29.11.25 um 16 Uhr)
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