Solidarität mit dem Streik bei BIRTAT

Seit Mai streiken die Kolleginnen und Kollegen des Dönerspieß-Herstellers Birtat in Murr bei Ludwigsburg wiederholt. Sie wollen den ersten Tarifvertrag in ihrer Branche durchsetzen und 375 Euro mehr Lohn.

Die MLPD Esslingen schickte diese SOLIDARITÄTSERKLÄRUNG:

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
wir wünschen euch einen vollen Erfolg und viel Kraft in eurem mutigen und selbstbewussten Kampf für einen Tarifvertrag und die geforderte Lohnerhöhung von 375 Euro!

Bisher zahlt Birtat „nach Nase“ und versucht, die einzelnen Kolleginnen und Kollegen gegeneinander auszuspielen. Ihr habt den Spieß umgedreht und kämpft offensiv für den ersten Tarifvertrag in eurer Branche. Damit seid ihr Vorbild für andere Belegschaften und setzt ein Zeichen dagegen, dass immer mehr Betriebe aus der Tarifbindung rausgehen. Einer für alle – alle für einen!

Anscheinend gerät die Geschäftsleitung voll in Panik. Einschüchterungsversuche, Mobbing, Spaltung, Erpressung zum Gewerkschaftsaustritt und 200 Euro-Streikbruchprämie – kann man noch tiefer sinken?

Birtat droht, das Unternehmen wäre gefährdet, wenn mehr Lohn gezahlt würde. Aber der wirkliche Kostenfaktor sind nicht die Arbeiter, die doch die Werte produzieren. Es ist das Profitsystem, wo der Produktivitätsfortschritt der Gewinnsteigerung dient und nicht der breiten Mehrheit zu Gute kommt. Der Kapitalismus treibt die Menschheit und die Natur an den Abgrund. Deshalb ist es Zeit, uns für einen echten Sozialismus stark zu machen.

Wir haben auch begonnen, für euch zu spenden und rufen weiter dazu auf.
Mit solidarischen Grüßen
i.A. Heike Knauer

Hier gehts zu einem Bericht der Stuttgarter Zeitung:
https://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.tarifverhandlungen-doenerspiess-mitarbeiter-berichten-von-einschuechterungsversuchen.0ad045d4-0ce5-47f0-8f92-f1d306232050.html
Hier gehts zu einem Bericht von 99zueins:
https://www.youtube.com/watch?v=FqsbXUn8Tzw

Eine Reihe kürzlich neu im Betrieb eingestellter und auch neuer Gewerkschaftsmitglieder bekommen noch keine Streikunterstützung von ihrer Gewerkschaft NGG. Die bekommt man in der Regel erst nach 3 bzw. 12 Monaten Mitgliedschaft. Deshalb hat der DGB-Sekretär Peter Schadt eine Spendenkampagne zu ihrer Unterstützung gestartet. SPENDET BEI PAYPAL:

https://www.paypal.com/pools/c/9gNSRiNiLX

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